Überall ein Gewinnspiel.
Jeder, der irgendwo hinkommt, nimmt erstmal an einer Verlosung teil.
Keine Veranstaltung mehr ohne dieses Antriggern der Gier der Menschen.
Als wäre Gier der einzige Antrieb, den wir haben (neben Geiz natürlich).
Interesse an Dingen, Themen, einfach so? Ist wohl zu schwach – wir brauchen heute stärkere Anreize – richtig urig-primitive Selbstsucht-Triebe. “Ich geh’ da hin, weil’s dort was zu gewinnen gibt”.
Sollte zufällig nebenbei Interesse an der Thematik der Veranstaltung aufkeimen, wäre das für den Veranstalter eine Art willkommener Nebeneffekt. Aber zuerst einmal wird auf die Gier der Menschen abgezielt. Scheinbar kann man sich sonst gegen das totale Überangebot an Veranstaltungen nicht mehr zur Wehr setzen.
Dass man auf diese Art seine Thematik abwertet, nur um Leute anzulocken,
dass man überall Prospekt- und Losverteiler aufstellt, jeden Anlass zum Werbe-Event verkommen lässt,
und sich so selbst ein Ei legt, weil man von dem ablenkt, worum’s im Grunde ging -
was soll’s?
Es fällt je keinem mehr auf. Und so nimmt auch keiner mehr den Werbecharakter aller Veranstaltungen wahr, und keiner außer dem Losgewinner weiß am Ende mehr, warum er eigentlich hingegangen ist…
gewinnen kann man überall