Fragen kostet vielleicht kein Geld -
doch es kostet trotzdem immer etwas:
Fragen kostet dich die Energie und Zeit des Fragens,
und den Gefragten die Energie und Zeit des Antwortens.
Eine zu dreist gestellte Frage kann bewirken, dass der Andere dichtmacht.
Fragen kann bedeuten, den Anderen zu zwingen, nein zu sagen, und das wiederum kann ein Stück Vertrauensverlust bedeuten.
Manchmal verhindert eine unpassend und unsensibel gestellte Frage, dass jemand von sich aus gibt.
Dieses “Von sich aus” ist eines der wertvollsten Geschenke in den Beziehungen zwischen Menschen -
und es ist kostenlos. Erst damit geht man weg vom kleinkrämerischen “Gibst du mir, geb ich dir”, vom Versuch, möglichst viel für sich selbst herauszuschlagen.
Weg vom Grenzen Setzen oder jemanden Zwingen, Grenzen zu setzen, zum freiwilligen aufeinander Zugehen.
Obwohl unserer Zeit das Gespür für solche Vorgänge weitgehend abhandengekommen ist, finde ich:
Jede Frage, jede Bitte will gut überlegt sein!